Probenahme

Fachgerechte Probenahme für Bodenuntersuchungen

Die größten Ungenauigkeiten bei Bodenanalysen entstehen bei unsachgemäßer Probenahme. Es ist daher wichtig, eine repräsentative Mischprobe der zu beprobenden Fläche anzufertigen. Eine Laboranalyse oder Düngeempfehlung kann immer nur so gut sein wie die Qualität der Probenahme!

Falls Sie Ihre Proben selbst ziehen, nutzen Sie unsere Probenformulare mit Anleitung zur fachgerechten Probenahme.

 

Probenahme

Für die Probenahme benötigen Sie einen Bodenstecher/-bohrer (Edelstahl) oder Spaten sowie geeignete Probentüten (z.B. 3l-Gefrierbeutel). Beschriften Sie die Probentüten mit ihrer eindeutigen Nummer sowie Ihrem Namen und der Feld­/Probenbezeichnung wasserfest. Nehmen Sie mit dem Bodenstecher mind. 15-20 Einstiche gleichmäßig über Ihre Fläche verteilt vor (siehe Abbildungen). Beproben Sie den Oberboden entsprechend der Durchwurzelungstiefe oder in einheitlichen Tiefenstufen (bei oberflächlicher Bodenbearbeitung ca. 10 cm, Ackerland sonst ca. 15-20 cm, Grünland ca.10 cm). Leeren Sie die Bohrkerne direkt in die Probentüte. Die Einstiche sollten nicht in Fahrspuren und nicht parallel zur Bearbeitungs­richtung liegen. Wird das Bodenmaterial in einem Eimer gesammelt und nur ein Teil davon versendet, so muß es gut durchmischt und eine repräsentative Teilprobe abgefüllt werden (mind. 500g).

 

Generelles

Halten Sie bei Ihren Probenahmepunkten Abstand zu Schotterwegen, Vorgewende, Feldkanten, (ehemaligen) Lagerplätzen, Gebäuden, aufgefüllten Flächen oder Reinigungsplätzen. Beproben Sie ihre Felder jeweils zur gleichen Jahreszeit und erstellen Sie idealerweise eine Karte, auf dem Sie die Probenahmepunkte festhalten (händisch oder mit GPS/Apps). Bodenproben können über das ganze Jahr gezogen werden, es empfiehlt sich jedoch eine Probenahme im Frühjahr oder Herbst bzw. nach Ernte und vor Düngung der Folgefrucht. Nach bereits erfolgter Düngung sollten Sie mehrere Wochen mit der Beprobung Ihres Ackers warten. Der Boden sollte bei der Probenahme eine gewisse Grundfeuchte haben (nicht zu trocken oder zu naß; Bearbeitungszustand). Für Schlaggrößen >5 ha oder bei bekannten/ersichtlichen Unterschieden im Bewuchs oder Boden empfiehlt es sich, zwei getrennte Proben zu ziehen.